Studiengänge

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Berufstätige stehen in vielen Branchen und Tätigkeitsfeldern heute einem stetigen Wandel der Aufgaben durch technische Neuerungen oder globale Entwicklungen gegenüber. Damit sind auch Besitzer/-innen höhere Bildungsabschlüsse mit einer immer kürzer werdenden Halbwertzeit des einmal Erlernten konfrontiert.

Lebenslanges Lernen ist eine der Antworten auf den modernen Arbeitsmarkt. Berufsbegleitende Studiengänge eignen sich für viele erfahrene Fachkräfte zum Aufbau komplementärer oder aktualisierter Kompetenzen. Mit

  • einer gültigen schulisch erworbenen Hochschulzugangsberechtigung,
  • einem abgeschlossenen Erststudium oder
  • einer hochwertigen beruflichen Qualifikation (mit einem Meister und/oder mehrjähriger Berufspraxis) stehen mehrere Hundert Studiengänge zur Wahl, die berufsbegleitend zu absolvieren sind.

Der Mehrfachbelastung durch Studium und Beruf stehen die positiven Perspektiven nach dem Studienabschluss gegenüber. Berufsbegleitende Studiengänge können in besonders auf konkrete berufliche Fragestellungen und in kürzeren Studienmodellen zu Zertifikaten führen oder mit einem vollwertigen akademischen Grad wie dem Bachelor oder dem Master abschließen. Die Vielfalt berufsbegleitender Weiterbildungen auf Hochschulniveau gehört zu den notwendigen und wünschenswerten Anpassungen an die moderne Arbeitswelt.

Inhalte für die berufliche Selbstoptimierung

Der Trend zur Selbstoptimierung muss längst nicht auf den Bereich des oberflächlichen Stylings oder des sportlichen Trainings beschränkt bleiben. Fachliche oder berufliche Selbstoptimierung ist durch berufsbegleitende Studiengänge in den meisten Fachbereichen möglich. Die Konzepte der Studienprogramme sind sowohl organisatorisch als auch inhaltlich auf die Belange der besonderen Zielgruppe berufstätiger Fachkräfte ausgerichtet. Ein breites Spektrum an Komplementärqualifikationen richtet sich an berufserfahrene Akademiker/-innen:

  • betriebswirtschaftliches Fachwissen für Ingenieure und andere Akademiker/-innen oder
  • branchentypische Inhalte aus Bereichen wie Logistik, Facility Management oder Produktionstechnik für Wirtschaftswissenschaftler
  • sind mit Bachelor- und Masterabschlüssen im Gesamtspektrum enthalten.

    Weitere berufsbegleitende Studiengänge vermitteln grundlegende Kenntnisse aus beliebten Studiendisziplinen wie zum Beispiel

    • Gesundheits- und Sozialmanagement,
    • Wirtschaftsingenieurwesen,
    • Betriebswirtschaftslehre,
    • Rechtswissenschaften,
    • Kulturwissenschaften,
    • Sprachwissenschaften,
    • Sozialwissenschaften,
    • Medizin und Gesundheitswesen sowie
    • Informatik.

    Berufstätige können sich in den wichtigsten Studiendisziplinen entscheiden, ob ein grundständiges Bachelorstudium zum Aufbau des jeweiligen Basiswissens sinnvoll ist oder ob die berufliche Situation es notwendig macht, mit einem vertiefenden Masterstudium die Spezialisierung des eigenen Kompetenzprofils auszubauen.

    Auch verschiedene Kurzzeitstudiengänge sind als berufsbegleitende Studiengänge im Angebot privater und staatlicher Hochschulen vertreten:

    • Verschiedene Vertiefungen in ausgewählten Rechtsgebieten,
    • betriebswirtschaftliches Spezialwissen und sogar
    • soziale oder kommunikative Kompetenzen

    können in Kurzstudiengängen für den beruflichen Alltag als berufsbegleitende Studiengänge belegt werden. Gerade in diesem Bereich des berufsbegleitenden Studierens kann die Absprache mit dem aktuellen Arbeitgeber lohnend sein.

    Integration der beruflichen Kompetenzen

    Die Motivation, sich für einen berufsbegleitendes Studium zu immatrikulieren, ist oft die Verbesserung der aktuellen beruflichen Situation. In diesen Fällen sind berufsbegleitende Studiengänge optimal, die als

  • berufsinterierendes Studium oder
  • praxisintegrierendes Studium die Berufspraxis der Studierenden mit theoretischen Hintergründen im Lernprozess zusammenführen. Diese engen thematischen Zusammenhänge erzeugen für beide Seiten – das akademische Lernen und die professionelle Expertise – Synergieeffekte. Für Fragestellungen, die sich im Berufsalltag ergeben, können mit dem erworbenen wissenschaftlich fundierten Know-how neue und potentiell effizientere Lösungswege entwickelt werden. Umgekehrt erlaubt das berufliche Wissen zum einen bessere Lernerfolge und zum anderen sind durch berufsbegleitende Studiengänge gestellte Aufgaben und Projekte eine interessante Vorbereitung auf neue, potentiell höherwertige Tätigkeitsfelder im Anschluss an das Studium. Auch als Erstausbildung ist ein berufs
  • beziehungsweise ausbildungsintegrierendes duales Studium möglich.

    Berufstätige, die sich für berufsbegleitende Studiengänge interessieren, die sie für vollständig neue Aufgabenfelder qualifizieren, können vom Praxisbezug vieler Studienprogramme profitieren. In vielen Fällen erlauben die bisherigen Berufserfahrungen Transfers – etwa durch ähnliche Methodenanwendungen, verwandte Inhalte oder vergleichbare Abläufe. Vor allem aber sind praxisintegrierende berufsbegleitende Studiengänge für Umsteiger/-innen eine gute Möglichkeit, schnell erste praktische Erfahrungen mit dem neuen Sachgebiet zu sammeln, um so nach dem Abschluss einen erfolgreichen Einstieg in die neue berufliche Umgebung zu gestalten.

    Faktoren bei der Auswahl berufsbegleitender Studiengänge

    Die Inhalte des berufsbegleitenden Studiums geben im Regelfall den Ausschlag für die Entscheidung, sich an einer Hochschule zu immatrikulieren. Daneben sind nicht viel weniger relevant die Leistungen der Hochschule rund ums Studium. Für einen zügigen und erfolgreichen Abschluss des gewählten Studiums sind insofern auch diese Parameter von Bedeutung:

    • Flexibilität der Studienorganisation,
    • Betreuungsverhältnis,
    • Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden,
    • Förderung von Lerngruppen,
    • Didaktik und Übungsoptionen,
    • Studienbedingungen (moderne Technik und Lernmittel),
    • Kooperationen mit internationalen Partnern und
    • Vernetzung mit relevanten Unternehmen und Organisationen.

    Mehrheitlich gehören solche organisatorischen Eckdaten zu den Vorstellungen der Studienangebote auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschulen. Auch eine Studienberatung von der gewählten Fakultät ist hilfreich, um die Service-Faktoren in Erfahrung zu bringen. Nicht zuletzt bieten viele Hochschulen in regelmäßigen Abständen Informationstage- oder abende, an denen Studieninteressierte vor Ort mit Verantwortlichen für Lehre und Studienorganisation ins Gespräch kommen können.

    Persönliche Voraussetzungen im Vorfeld klären

    In der optimalen Studienumgebung für berufsbegleitende Studiengänge ist sowohl das familiäre als auch das berufliche Umfeld in die Studienpläne integriert. Wenn möglich, unterstützt der Arbeitgeber das Studienvorhaben durch flexible Zeit- und Urlaubsgestaltung. Wichtig ist aber auch, dass ein fester Arbeitsplatz daheim vorhanden ist. Dieser sollte ungestörtes Arbeiten zu jeder Tageszeit ermöglichen. Eine zeitgemäße Ausstattung und zum Studium geeignete Atmosphäre erleichtern das konzentrierte Arbeiten nach Feierabend und an den Wochenenden.

    Die Persönlichkeit angehender Studierender sollte ebenfalls verschiedene Merkmale aufweisen, die einen positiven Studienerfolg begünstigen.

    • Zielorientierung,
    • Neugier,
    • Kommunikationsfähigkeit,
    • Aufgeschlossenheit,
    • Durchhaltevermögen und
    • Selbstdisziplin

    sind Soft Skills, die auch nach Studienabschluss, zum Beispiel bei der Bewerbung für einen geplanten Wechsel des Arbeitsplatzes als Vorteile gewertet werden können.

    Eine weitere persönliche Voraussetzung für das nebenberufliche Studieren ist die Selbstreflektion über das eigene bevorzugte Lernverhalten. Der jeweilige Lerntyp ist ein wichtiger Einflussfaktor für die Wahl des passenden Programms aus dem breiten Spektrum der berufsbegleitenden Studiengänge. Verschiedene Tests und Selbsttests erlauben eine Einordnung in eine der Kategorien:

    • auditiver Lerntyp (lernt optimal durch akustische Aufnahme der Informationen),
    • visueller Lerntyp (lernt optimal durch Sehen und Visualisierung),
    • haptischer/kinästhetischer Lerntyp (lernt optimal durch Anfassen, Greifen und Testen),
    • kommunikativer Lerntyp (lernt optimal durch reale oder gespielte Kommunikation mit anderen) sowie
    • motorischer Lerntyp (lernt optimal bei begleitender Aktivität).

    Die Pädagogik unterscheidet je nach Schule in mehr oder weniger Lerntypen. Wichtig ist insofern vor allem die Selbstanalyse des bevorzugten Lernverhaltens beziehungsweise der bevorzugten Lernumgebung. Mit dieser Information können verschiedene berufsbegleitende Studiengänge nach ihrer jeweiligen Methodik verglichen werden.

    Rechtliche Ansprüche im berufsbegleitenden Studium

    Freiwillige Fortbildungen, zu denen auch berufsbegleitende Studiengänge im Normalfall zählen, sind regelmäßig dann förderfähig, wenn sie dazu dienen

    • den Arbeitsplatz zu sichern,
    • die Qualifikation den Anforderungen anzupassen oder
    • einen anderweitig engen Bezug zum ausgeübten Beruf haben. Die meisten Ansprüche zur Förderung durch den Arbeitgeber erwachsen aus vertraglichen und tariflichen Vorgaben. Finanzielle Zuwendungen und flexible Arbeitszeitregelungen während des nebenberuflichen Studiums sind damit auch von
    • branchentypischen Vereinbarungen,
    • individuellen Arbeitsverträgen und
    • der Unternehmenskultur

    abhängig. Auch die öffentliche Förderungen durch Bildungsurlaub oder die steuerlichen Vergünstigungen in der Studienzeit sind nicht einheitlich und hängen von verschiedenen Parametern ab.

    Bildungsurlaub: In der Mehrheit der Bundesländer haben Arbeitnehmer/-innen an fünf Tagen im Jahr einen Anspruch auf Freistellung für politische und berufliche Bildungsangebote. Für Prüfungs- oder Projektphasen im Rahmen berufsbegleitender Studiengänge kann der Bildungsurlaub unter Umständen in Anspruch genommen werden. Die Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Bildungsurlaub ermöglichen, können unter Umständen vom Land eine finanzielle Erstattung erhalten. Vor der Antragstellung kann eine Beratung bei der Hochschule hilfreich sein. In diesem Gespräch sind leicht offene Fragen zu klären wie zum Beispiel:

    • Ist das gewählte Studium als Fortbildung im Sinne des Rechtanspruchs anerkannt?
    • Besteht im Bundesland des Unternehmenssitzes eine gültige Regelung zum Bildungsurlaub?
    • Welche Fristen müssen eingehalten werden?
    • Wie ist bei Ablehnung der Freistellung vorzugehen?

    Steuerliche Förderung: Die Anerkennung der Aufwendungen für berufsbegleitende Studiengänge kann bei angestellten Fachkräften grundsätzlich als Werbungskosten (bei weiterbildenden Studien) oder beschränkte abzugsfähige Sonderausgaben (bei einem Erststudium) erfolgen. Die Übergänge in der jeweiligen Zuordnung sind fließend und auch die Art und Höhe der abzugsfähigen Kosten unterliegt gelegentlichen Anpassungen. Die Finanzämter stellen in der Regel hohe Anforderungen an den beruflichen Bezug, deshalb ist es in vielen Fällen sinnvoll, sich für die Steuererklärung an einen Steuerberater zu wenden, auch wenn dies in der Vergangenheit nicht erfolgt ist. Auch Hinweise zur zeitlichen Verlagerung der Besteuerungsgrundlage können von der Fachkraft geklärt werden.

    Suche nach den passenden Studienangeboten

    Berufsbegleitende Studiengänge werden von zahlreichen privaten und staatlichen Hochschulen angeboten. Die verschiedenen Hochschultypen wie

    • die Universität oder Fachhochschule vor Ort,
    • die Akademien mit fachlicher Spezialisierung oder
    • die Fernhochhschulen

    sind mit ausgewiesener Expertise gute Anlaufstellen für den jeweiligen Weiterbildungswunsch. Verschiedene Studienmodelle vom Fernstudium über Blended Learning bis zum Abendstudium in Präsenzseminaren können an diesen Hochschultypen gewählt werden.

    Eine gute Vergleichsmöglichkeit für die Angebote, die ein berufsbegleitendes Studium vor Ort ermöglichen, bieten in den deutschen Großstädten mit einer breit gefächerten Bildungsinfrastruktur die jeweiligen öffentlichen Onlineportale. Stadtinformationen zum Thema Bildung und Weiterbildung können für größere Städte und Ballungszentren vergleichsweise leicht unter der jeweiligen Stadtdomain (berllin.de, koeln.de, stuttgart.de, usf.) recherchiert werden. Besonders für angehende Studierende, die nach Angeboten für ein berufsbegleitendes Präsenzstudium am Abend oder am Wochenende suchen, ist diese Suche sinnvoll.

    Testen und Studieren

    Die Doppelbelastung eines Studiums neben dem Beruf und auch die Kosten sind trotz des gesicherten Lebensunterhalts über die feste Anstellung, die in vielen Studiengängen obligatorisch ist, sind nicht zu unterschätzen. Je nach gewähltem Studienmodell müssen zwischen zwei und acht Semestern deutliche Einschränkungen bei Freizeit und Hobbys, privater Planungsflexibilität (unter anderem Familienplanung, Hausbau oder Investitionen) sowie finanziellen Ressourcen in Kauf genommen werden. Vor diesem Hintergrund sind die Angebote zahlreicher Hochschulen, berufsbegleitende Studiengänge zunächst als Probestudium zu beginnen, sehr attraktiv. Meistens zwischen zwei und vier Wochen können Studierende ohne weitere Verpflichtungen die Lehrmaterialien und die Studienabläufe testen. So können Studieninteressierte überprüfen, ob die Studieninhalte ihren Vorstellungen entsprechen. Auch ob die Studieninhalte tatsächlich zur beruflichen Praxis passen und Potential für einen Wissenstransfer in die Unternehmensrealität besitzen, kann mit dem Teststudium geklärt werden. Darüber hinaus können Studierende ihre persönliche Lernumgebung, ihr Zeitmanagement und die Akzeptanz von Familie, Freunden und Kollegen überprüfen. Ein zeitlich begrenztes Teststudium bedeutet eine Kulanz der Hochschulen, die durchaus als Qualitätskriterium für berufsbegleitende Studiengänge gewertet werden kann.

    Fazit & Zusammenfassung

    • Berufsbegleitende Studiengänge bieten Ihnen mehrere Optionen, sich auf einen aktuellen oder bevorstehenden Wandel Ihres Arbeitsgebietes einzustellen.
    • Fachliche Vertiefungen, komplementäres Grundwissen oder eine Verbreiterung des Kompetenzprofils können berufsbegleitende Studiengänge für Ihre künftige Position bereitstellen.
    • Komplette Studiengänge, die zum Bachelor oder Master führen, sind nicht immer das Optimum für ein Studium neben dem Beruf; Zertifikatsstudien und andere verkürzte berufsbegleitende Studiengänge können präzise Ihren festgestellten Weiterbildungsbedarf auf Hochschulniveau befriedigen.
    • Je näher Ihr gewünschtes Studium an Ihren beruflichen Alltag angelehnt ist, desto mehr profitieren Sie von Synergieeffekten.
    • Weiche Faktoren sind für berufsbegleitende Studiengänge ebenso wichtig wie die inhaltlichen Argumente; sie spielen bei der Studienwahl eine mitentscheidende Rolle.
    • Bestimmte persönliche Eigenschaften sollten Sie mitbringen, um den Stress eines berufsbegleitenden Studiums zu einem guten Studienerfolg zu führen.
    • Berufsbegleitende Studiengänge bedienen mit angepassten Studienkonzepten die unterschiedlichen Lerntypen und Studienwünsche.
    • Ein Rechtsanspruch auf ein berufsbegleitendes Studium besteht nicht; dennoch haben Sie als Arbeitnehmer/-in viele Rechte im Zusammenhang mit Fortbildung, Fortbildungsförderung und Fortbildungsfinanzierung.
    • Steuerliche Vergünstigungen zählen zu den wichtigsten Finanzierungshilfen, die Sie für berufsbegleitende Studiengänge in Anspruch nehmen können.
    • In Städten und Metropolregionen finden Sie oft passende berufsbegleitende Studiengänge, die vor Ort (als Präsenzstudium oder ohne nennenswerte Reisekosten zu Präsenzphasen) absolviert werden können.
    • Vor der endgültigen Immatrikulation können Sie in verschiedenen Varianten das berufsbegleitende Studieren testen.