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Seit 2007 wächst die Zahl der Studierenden kontinuierlich: Waren im Wintersemester 2007/2008 noch gut 1.941.760 Studierende immatrikuliert, wurden im Wintersemester 2015/2016 bereits über 2.755.400 Studierende von den Hochschulen gemeldet. Es lässt sich also grundsätzlich feststellen, dass ein Studium zur Verbesserung der Aussichten am Arbeitsmarkt im Trend liegt. Auch die Anforderungen der modernen Arbeitswelt tragen zur Beliebtheit des Studiums sicher bei. Für Berufstätige aller Altersstufen ist mittlerweile das lebenslange Lernen zu einer Notwendigkeit geworden und nicht nur Akademiker/-innen organisieren heute ihre Fort- und Weiterbildung durch ein berufsbegleitendes Studium.

Allein der Studiengangfinder der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) listet mehr als 1100 Studiengänge im Bachelor- und Masterbereich als "berufsbegleitendes Studium" auf. Hinzu kommen Studienangebote, die in Modul-, Kurzzeit- oder Zertifikatsstudien zielgerichtet Kompetenzen auf Hochschulniveau aufbauen, ohne dass ein (weiterer) akademischer Grad erworben wird. Eine wissenschaftliche Qualifikation ist für viele Berufstätige in vielen Tätigkeitsfeldern eine fast schon unverzichtbare Voraussetzung für den Aufstieg in anspruchsvolle Aufgabenfelder mit Sach-, Budget- und Personalverantwortung. Nach dem Abschluss sind Absolventinnen und Absolventen eines Studiums neben dem Beruf (wieder) auf dem aktuellen Wissensstand ihres Fachbereichs und zudem auch wegen der belegbaren Soft Skills gefragte Fachkräfte. Grundsätzlich ist es für

  • Berufseinsteiger/-innen,
  • Praktiker/-innen mit Veränderungswunsch und auch für
  • erfahrene Fachkräfte mit und ohne Erststudium sowie mit mehrjähriger Berufserfahrung

sinnvoll, mit Blick auf die Entwicklungsperspektiven berufsbegleitend zu studieren und sich auf neue Herausforderungen vorzubereiten.

Gründe für ein berufsbegleitendes Studium

Oft gibt die Kombination beruflicher und persönlicher Motivationen den Ausschlag, den Entschluss zu fassen, berufsbegleitend studieren zu wollen. Zu den häufigen Gründen, die von bereits im Berufsleben stehenden Studierenden für ein Studium während der Berufstätigkeit gesehen werden, zählen

  • die Unzufriedenheit mit der aktuellen beruflichen Situation,
  • der Wunsch nach einem Karriereschub,
  • die Suche nach Veränderung,
  • ein als zu gering empfundenes Einkommen,
  • die steigenden Anforderungen im Berufsumfeld,
  • die Notwendigkeit der Wissenserneuerung,
  • das Erkennen von Erweiterungspotential im vorhandenen Qualifikationsprofil,
  • die Änderung der Arbeitsplatzbeschreibung durch den Arbeitgeber,
  • eine betriebsinterne Konkurrenz und
  • der Wille, neue Herausforderungen anzunehmen.

Die Gewichtung der einzelnen Motivationen und Gründe variiert naturgemäß individuell und im Einzelfall sind möglicherweise weitere gute Gründe anzuführen, die für ein berufsbegleitendes Studium sprechen. Allgemein sollten angehende Studierende ihre persönliche Gemengelage aus internen (persönlichen) und externen (beruflichen) Gründen genau analysieren.

  • Das Durchhaltevermögen während des Studiums neben dem Beruf,
  • die Fähigkeit zur Selbstmotivation in schwierigen Studienphasen,
  • das Engagement in Studienaufgaben sowie
  • der letztliche Studienerfolg

sind stark abhängig von der Tragfähigkeit der Studienentscheidung. Deshalb ist es wichtig, dass die verschiedenen Gründe für berufsbegleitendes Studieren nicht das Ergebnis spontaner Launen oder einer von außen geäußerten Forderung nach lebenslangem Lernen sind, sondern einer individuellen Betrachtung der familiären und professionellen Faktoren folgen.

Auswahl bei den Studienmodellen

Im Regelfall ist ein berufsbegleitendes Studium ein Aufbau- oder Weiterbildungsstudium, d.h. die im Erststudium erworbenen Fachkenntnisse werden erweitert, vertieft oder aktualisiert. Darüber hinaus kann berufsbegleitendes Studieren auch zu einem ersten Hochschulabschluss führen, wenn der erste Bildungsabschluss auf dem Weg einer klassischen Berufsausbildung erworben wurde. Für beide Varianten steht das komplette Spektrum der gegenwärtig in Deutschland wählbaren Studienmodelle zur Wahl:

  • Teilzeitstudium,
  • Vollzeitstudium,
  • Onlinestudium,
  • klassisches Fernstudium,
  • duales Studium,
  • Präsenzstudium (hier: in Abendseminaren und Wochenendblöcken) und
  • Verbundstudium.

Auch die inhaltliche Ausrichtung ist bei der Wahl des passenden Studienprogramms zu beachten, wenn berufsbegleitendes Studieren zum gewünschten Erfolg führen und sich optimal in die aktuelle Berufssituation einfügen soll. Unter dem Oberbegriff "berufsbegleitendes Studium" werden als Varianten verstanden

  • ein berufsintegrierendes Studium,
  • ein praxisintegrierendes Studium und
  • ein fachlich unabhängiges Studium neben dem Beruf.

Berufsanfänger/-innen haben darüber hinaus im Bereich des berufsintegrierenden Studiums die Option, sich für ein duales Studium (ausbildungsintegrierendes Studium) zu entscheiden. In dieser Variante besteht zwischen den Studieninhalten und dem Berufsleben ein konkreter und enger Bezug. Dieses Studienmodell endet mit einer doppelten Qualifikation: einem Abschlusse in einem anerkannten Ausbildungsberuf und einem grundständigen Studienabschluss (Bachelor).

Die jeweiligen Studienkonzepte und Studienmodelle geben Berufstätigen die Möglichkeit, die berufliche Erfahrung auszubauen und durch berufsbegleitendes Studieren ein ergänzendes theoretisches und wissenschaftlich fundiertes Fachwissen aufzubauen. Bei einigen Studienprogrammen ist die Kooperation des Arbeitgebers auf direktem Weg förderlich für den Studienerfolg. Das gilt besonders dann, wenn der Arbeitgeber spezielle Arbeitszeitmodelle für die Prüfungsphasen und während der Abschlussarbeit, wenn die zeitliche Abstimmung mit dem Berufsalltag aufwendiger ist, anbietet. Auch vor diesem Hintergrund kann es sinnvoll sein, frühzeitig den Arbeitgeber in den Plan, ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren, einzubeziehen.

Expertise für berufsbegleitendes Studieren

Entsprechend der Vielfalt persönlicher Motivationen, sich auf ein berufsbegleitendes Studium einzulassen, haben verschiedene Hochschulen zielgenaue Studienprogramme für die unterschiedlichen Bedürfnisse entwickelt. Spezialisierte Hochschulen sind auf die Betreuung berufstätiger Studierender in besonderem Maß ausgerichtet.

  • Didaktik,
  • Lehrmethodik,
  • Zeitmanagement,
  • Prüfungsgestaltung und
  • Flexibilität der Unterrichtseinheiten sind so konzipiert, dass die unterschiedlichen Zeitkontingente und Lerngewohnheiten berufstätiger Studierender berücksichtigt werden können.

    Zu den Erfolgsfaktoren, mit denen die Bildungseinrichtungen es fördern, berufsbegleitend studieren zu können, gehören

  • die persönliche Betreuung der Studierenden durch Lehrende (telefonisch, per E-Mail oder persönlich vor Ort),
  • die Beratungsmöglichkeiten zu allen Themen rund um das Studium,
  • die Berücksichtigung unterschiedlicher Lerntypen in der Inhaltsvermittlung,
  • ein starker Praxisbezug im jeweiligen Themenfeld sowie
  • dezentrale und zeitlich unabhängige Lernplattformen.

Nicht selten bestehen darüber hinaus zwischen den Hochschulen und lokalen Unternehmen Kooperationen, die von ihren jeweiligen spezifischen Stärken profitieren. Studierende, die ein berufsbegleitendes Studium absolvieren, finden in solchen Partnerschaften beste Bedingungen, in denen besondere Synergien entstehen.

Die Studienangebote für ein berufsbegleitendes Studium finden sich dank einer positiven Nachfrage und der Anforderung an lebenslanges Lernen heute nicht nur an Fernhochschulen und spezialisierten privaten Akademien, sondern auch an Fachhochschulen und Universitäten mit Präsenzstudiengängen. Entsprechend vielfältig ist die Auswahl an Studieninhalten und Studienmodellen.

Große Angebotsvielfalt für ein berufsbegleitendes Studium

Berufsbegleitend studieren ist zwar nicht in jedem Schwerpunkt uneingeschränkt möglich, aber Inhalte aus nahezu allen Fachbereichen, die an Präsenzhochschulen vertreten sind, können auch parallel zur fortgeführten Berufstätigkeit erarbeitet werden:

  • Rechtswissenschaften,
  • Wirtschaftswissenschaften,
  • Ingenieurwissenschaften,
  • Sozialwissenschaften,
  • Gesundheitswissenschaften und
  • Sprachwissenschaften

bieten Angebote zur Vertiefung beruflich genutzter Qualifikationen und komplementäre Inhalte für den nächsten Karriereschritt. Da auch die Länge der Studienangebote und die notwendigen Studienvoraussetzungen variieren, können Berufstätige sich aus über 1.000 Studienprogrammen das zur eigenen beruflichen Situation passende Studium suchen, das sie berufsbegleitend studieren wollen.

Abschlüsse für jeden Bildungs- und Fortbildungsbedarf

Wer berufsbegleitend studieren will, kann vom vollständigen grundständigen Studium mit dem Abschluss zum Bachelor im jeweiligen Fachbereich bis zum weiterbildenden Master die optimale Qualifikation für den eigenen Bedarf finden. Die Konzeptionen der Programme für ein berufsbegleitendes Studium berücksichtigen die notwendige zeitliche und räumliche Flexibilität. Sie schließen mit den bekannten akademischen Abschlüssen

  • Bachelor/Master of Science (B./M.Sc.),
  • Bachelor/Master of Arts (B./M.A.),
  • Bachelor/Master of Laws (LL B./M.),
  • Bachelor/Master of Engineering (B./M. Eng.) sowie
  • Master of Business Administration (MBA)

ab.

Die modulare Struktur aktueller Studienprogramme erlaubt außerdem verkürzte Weiterbildungsstudien als berufsbegleitendes Studium. Solche Studienangebote schließen mit Zertifikaten und qualifizierten Modulzeugnissen ab. Diese Studienprogramme richten sich vor allem an Berufstätige, die sich an aktuelle Veränderungen und technische oder methodische Neuerungen in ihrem Arbeitsgebiet auf akademischem Niveau anpassen wollen. In vielen Fällen werden die entsprechenden Zertifikate als Studienleistung anerkannt, wenn sich die Absolventinnen und Absolventen für ein anschließendes berufsbegleitendes Studium zum Bachelor oder Master entschließen.

Das Spektrum nebenberuflicher Fortbildungen wird vervollständigt durch die Abschlüsse sub-akademischer Bildungseinrichtungen, die ebenfalls berufsbegleitendes Studieren anbieten. Die in solchen Programmen erreichbaren Abschlüsse werden meistens durch den Namen der Akademie oder des Bildungsinstituts ergänzt, das die oft sehr praxisbezogenen Fortbildungen anbietet. Insofern sind diese niedrigschwelligen Studienprogramme als Weiterbildung oft eine geeignete Alternative zum Hochschulstudium neben dem Beruf.

Formale Voraussetzungen für das Studium neben dem Beruf

Wie für ein reguläres Präsenz- oder Fernstudium verlangen die Hochschulen, die ein berufsbegleitendes Studium ermöglichen,

  • eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung oder
  • eine als gleichwertig anerkannte ausländische Studienberechtigung

für Studienangebote im grundständigen Studienbereich. Je nach Fachbereich können auch Sprach- und Mathematikkenntnisse obligatorisch sein. Eignungstests oder standardisierte Sprachtests sind in diesen Fällen im Bewerbungsverfahren zu absolvieren.

Berufsbegleitendes Studieren im Masterbereich setzt

  • einen ersten Hochschulabschluss im selben oder einem angrenzenden Fachbereich sowie
  • eine ein- oder mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung voraus. Die meisten Studienprogramme werden in hochschulinternen Bewerbungsverfahren vergeben. Weitere Zulassungsbedingungen wie
  • eine Mindestnote im ersten Studienabschluss,
  • belegbare Fremdsprachenkenntnisse oder
  • gelegentlich ein aussagekräftiges Bewerbungs-/Motivationsschreiben
sind deswegen ebenfalls bei der Hochschule nachzuweisen und einzureichen.

Berufsbegleitendes Studieren ist in vielen Fällen auch als Studium ohne Abitur möglich. Die beruflich erworbene Hochschulzugangsberechtigung gilt als dem Abitur oder der Fachhochschulreife gleichwertig, wenn Bewerber/-innen

  • eine abgeschlossene duale Berufsausbildung,
  • eine mehrjährige Berufspraxis im erlernten Beruf,
  • eine Meisterprüfung und/oder
  • eine Aufstiegsfortbildung

nachweisen. Die Berufserfahrung sollte eine fachliche Nähe zum angestrebten berufsbegleitenden Studium besitzen. Für viele Programme, die berufsbegleitend zu studieren sind, ist eine berufliche Festanstellung obligatorisch. Der starke Praxisbezug hat für Studierende weitere Vorteile, da gelegentlich ein Teil der beruflichen Kompetenzen auf die Studienleistungen angerechnet werden kann.

Organisatorischer Voraussetzungen für ein berufsbegleitendes Studium

Abhängig vom gewählten Studienmodell ist eine direkte oder mindestens indirekte Unterstützung des Arbeitgebers unabdingbar. Diese ist in verschiedenen Formen denkbar und möglich. Neben der materiellen Unterstützung in Form von

  • Zuschüssen zu Studien
  • beziehungsweise Fahrtkosten oder
  • Erlaubnis zur Nutzung von Firmeneinrichtungen für das Studium ist vor allem die nicht-materielle Unterstützung durch
  • spezielle Dienstzeitenregelungen,
  • studienorientierte Urlaubsregelungen,
  • eine Förderung von Studienprojekten im Betrieb oder
  • die Einrichtung und Nutzung eines mittelfristigen Arbeitszeitkontos

wichtig, wenn berufsbegleitendes Studieren für alle Beteiligten einen positiven Effekt haben soll.

Rechtliche Ansprüche auf eine Weiterbildung in Form eines nebenberuflichen Studiums gibt es nicht. Im Gegenteil kann der Arbeitgeber verlangen, dass vorrangig die betrieblichen Pflichten erfüllt werden. Insbesondere eine freiwillige Fortbildung, die als berufsbegleitendes Studium absolviert wird, sollte entweder vollständig in der Freizeit stattfinden (können) oder einen Vorteil für das Unternehmen mit sich bringen, so dass der Arbeitgeber kaum Einwände haben kann. Deshalb sollten Angestellte, die sich mit dem Plan berufsbegleitend zu studieren beschäftigen, möglichst frühzeitig das Gespräch mit den direkten Vorgesetzten und der Personalabteilung suchen. Oft erklären sich Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen wie

  • einer vertraglich zugesicherten mehrjährigen Bindung an das Unternehmen,
  • der direkten Nutzung der neu erworbenen Kenntnisse oder
  • einer Mitbestimmung des Arbeitgebers bei der Wahl von Studienschwerpunkten bereit, die eine oder andere Form der (finanziellen) Unterstützung aufzubringen.

Es gibt zudem zahlreiche Argumente, die helfen können, skeptische Personalverantwortliche von den eigenen Fortbildungsplänen zu überzeugen:

  • Wissenstransfer zwischen akademischen und betrieblichen Institutionen,
  • Rekrutierung von Führungsnachwuchs aus dem Betrieb heraus,
  • Mitarbeitermotivation,
  • Profilierung der Unternehmenskultur und
  • mittelfristige Optimierung von Abläufen durch Kompetenzzuwachs in den Arbeitsbereichen der Studierenden.

Außerdem kann eine Betonung der eigenen Entwicklungspotentiale und der anerkannten professionellen Stärken hilfreich sein, die gewünschte Unterstützung vom Unternehmen zu erhalten.

Kostenkalkulation und Finanzierungsergänzung im nebenberuflichen Studium

Die Kosten für ein berufsbegleitendes Studium variieren abhängig

  • vom angestrebten Studienziel/-abschluss,
  • von der Studiendauer,
  • vom Studienmodell und
  • von der anbietenden Hochschule (staatlich oder privat).

Pauschale Aussagen über die Kosten für ein berufsbegleitendes Studium sind insofern immer unseriös. Zu den wichtigen Studienvorbereitungen für alle Berufstätigen, die berufsbegleitend studieren wollen, zählt allerdings eine solide Kostenplanung. Bei den Hochschulen mit Studienprogrammen, die im Einzelfall in Frage kommen, lassen sich individuell Studienkosten recherchieren, so dass die Alternativen verglichen werden können.

Den zweiten Faktor der Studienkostenplanung bilden die Finanzierungsoptionen zusätzlich zum fortlaufenden Gehalt, die im Wesentlichen aus den Mitteln aus

  • Stipendien (Aufstiegsstipendium, Deutschlandstipendium, Weiterbildungsstipendium, Stiftungsstipendium)
  • steuerlichen Vergünstigungen,
  • Studienkrediten und
  • Förderungen durch den aktuellen Arbeitgeber

bestehen. Auch diese Optionen, die es prinzipiell erleichtern, berufsbegleitend zu studieren, ohne sich Stress in Form finanzieller Unsicherheiten aufzuhalsen, sind individuell verfüg- und kalkulierbar. Eine Rechnung, die sich auf die komplette Studiendauer bezieht, sollte möglichst einen finanziellen Puffer vorsehen, um unvorhersehbare Vorkommnisse (Krankheit, Unfälle u.ä.) abfedern zu können.

Nachteile eines berufsbegleitenden Studiums

Im Bereich der persönlichen Voraussetzungen für diejenigen, die berufsbegleitend studieren wollen, finden sich neben bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen wie

  • Ehrgeiz,
  • Lernwille,
  • Selbstdisziplin,
  • Zielorientierung und
  • Fokussierung

auch verschiedene Formen von persönlichen Investitionen, die als eine begrenzte und subjektiv empfundene Benachteiligung interpretiert werden können. Mehrere subjektive, aber auch wenige objektive Nachteile müssen sich Interessierte bewusst machen, wenn sie berufsbegleitend studieren wollen. Die jeweilige Gewichtungen der nachteiligen Faktoren müssen abhängig von der Lebenssituation und von der Karriereplanung individuell gesetzt werden. Möglicherweise ist ein berufsbegleitendes Studium erst in einer anderen (späteren) Konstellation der persönlichen Lebensumstände sinnvoll.

Beispiele subjektiver Nachteile beim berufsbegleitenden Studieren:

  • Befürchtungen, im Unternehmen wegen der Arbeitszeitbegrenzung nicht weiterzukommen,
  • Inkompatibilität von berufsbegleitendem Studium und Familienplanung oder
  • unpräzise Vorstellungen vom Studienablauf und von den erreichbaren Zielen.

Beispiele objektiver Nachteile rund um das berufsbegleitende Studium:

  • Häufung persönlicher Stressoren wie Mehrfachbelastung, Leistungsdruck und/oder soziale Verarmung,
  • gesundheitliche Probleme wegen fehlender Entspannungsmöglichkeiten,
  • Einwände des Arbeitgebers wegen realer oder angenommener Ermüdungszustände der studierenden Arbeitnehmer/-innen und
  • mittelfristig eine 60-Stunden-Woche (Vollzeitstelle und durchschnittlicher Lernaufwand).

Berufsbegleitendes Studium als Karrieregarantie

Seit einigen Jahren nähert sich die Arbeitslosenquote von Absolventinnen und Absolventen eines Hochschulstudiums der statistisch definierten Vollbeschäftigung an. Dennoch ist nicht jeder Studienabschluss heute automatisch mit einem steil nach oben verlaufenden Karriereverlauf gleichzusetzen. Nicht einmal in den beliebten Studienfeldern Betriebswirtschaftslehre oder Rechtswissenschaft ist ein erfolgreicher Abschluss immer der Beginn einer wunschgemäß verlaufenden Karriere. Tatsächlich sind es sowohl beim innerbetrieblichen Aufstieg als auch beim Karrierefortschritt durch einen strategischen Arbeitsplatzwechsel verschiedene Faktoren, die eine Verbesserung des Einkommens und/oder eine anspruchsvollere Position bestimmen.

Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen auf informeller und konventioneller Ebene ist in vielen Unternehmen und Branchen einer der Faktoren, die den beruflichen Erfolg jedes Einzelnen beeinflussen (können). Allerdings ist berufsbegleitend zu studieren nicht zwingend der Königsweg zu einem steilen Karriereverlauf. Die jeweilige Unternehmenskultur spielt bei der Anerkennung dieser Qualifikation ebenso eine Rolle wie

  • die Abschlussnote,
  • der Studienschwerpunkt,
  • die nachweisbaren Soft Skills und
  • die Qualität der einschlägigen Praxiserfahrung.

    Bei der Kalkulation für die Kosten-Nutzen-Analyse für berufsbegleitendes Studieren sollten die Ausgaben für das Fern-, Online- oder Abendstudium immer berücksichtigt werden. Abhängig von

  • der Wahl des Studiengangs,
  • der Länge des berufsbegleitenden Studiums und
  • der von außen erhaltenen Unterstützungsleistungen

kann die Amortisierung allein der direkten Studienkosten auch bei beruflichem Aufstieg zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahre dauern.

Weiche Faktoren bei der Wahl des passenden berufsbegleitenden Studiums

Allgemein ist eine der wichtigsten Vorbereitungen, wenn berufsbegleitendes Studieren von Anfang an auf Erfolg ausgerichtet werden soll, die gründliche Information und rechtzeitige Klärung offener Fragen. Hierzu zählen unter anderem die folgenden Punkte:

  • Hat die Familie nutzbare Ressourcen zur Unterstützung?
  • Sind die Kolleginnen und Kollegen kooperativ?
  • Findet sich trotz Mehrfachbelastung genug Freiraum für Hobbys und Entspannung?
  • Bleiben die Kosten auch bei einer möglichen Studienzeitverlängerung im Rahmen?
  • Ist das private Lernumfeld (Arbeitszimmer, Schreibtisch, Rechner-Infrastruktur) angemessen ausgestattet und gestaltet?
  • Müssen vor Studienbeginn Lerntechniken, Fertigkeiten des Zeitmanagements oder Verfahren aus dem Projektmanagement aufgefrischt werden?
  • Ist die Motivation auch in (Lern-)Krisen tragfähig oder müssen ergänzende Ziele formuliert werden?
  • Ist es sinnvoll, den aktuellen Arbeitgeber in die Studienpläne einzuweihen oder sogar um Unterstützung für ein berufsbegleitendes Studium zu ersuchen?

Perspektiven nach dem Studienabschluss

Firmen, die ihre Fachkräfte längerfristig halten wollen, nutzen ein berufsbegleitendes Studium auch als Mittel der Mitarbeiterbindung. Zum Ausgleich für finanzielle Unterstützungen erwarten die Unternehmen, dass sich Mitarbeiter/-innen, die berufsbegleitend studieren, verpflichten, für mehrere Jahre im Anschluss an den erfolgreichen Studienabschluss im Betrieb zu bleiben. Auf wechselwillige Arbeitnehmer/-innen kommen für den Fall einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Ablauf der vereinbarten Frist meistens Rückzahlungsforderungen zu. Für diese Praxis gibt es vor allem Regelungen, die aus der Rechtsprechung abgeleitet werden. Da bei einer Unterstützung für ein berufsbegleitendes Studium im Regelfall eine vertragliche Vereinbarung getroffen wird, in der das Unternehmen und angehende Studierende ihre gegenseitigen Pflichten festhalten, ist die Höhe potentieller Rückzahlungsforderungen für den Fall eines besseren beruflichen Angebots leicht herauszufinden.

Berufsbegleitendes Studieren sollte immer Bestandteil einer mittel

  • bis langfristigen Karrierestrategie sein. Auch eine akademische Vertiefung der bereits aus der Berufsausbildung oder aus dem Erststudium bekannten Inhalte kann zu einem grundlegenden beruflichen Wechsel führen. Die individuelle Perspektive ist letztlich entscheidend, ob und in welcher Form der Arbeitgeber über die anstehenden akademischen Pläne informiert werden sollte. Speziell, wenn ein Berufs- oder Arbeitgeberwechsel das Studienziel ist, sollte berufsbegleitend zu studieren eine absolute Privatsache bleiben, auch wenn das oft der schwierigere Weg ist.

    Studierende, die ein berufsbegleitendes Studium als Vorbereitung eines Wechsels in eine andere Firma oder sogar in eine neue Branche nutzen wollen, können die im Studium häufig integrierte Projektarbeit nutzen, Kontakte zu knüpfen. Fachleute empfehlen außerdem, sich rechtzeitig und bereits während es berufsbegleitenden Studierens auf eine neue Position zu bewerben. Für einen möglichst komplikationslosen Übergang in die neue Laufbahn ist es wichtig, vor Ende des Studiums den nächsten Karriereschritt in die zu Wege leiten.

    Fazit & Zusammenfassung

    • Ein berufsbegleitendes Studium ist eine vom aktuellen Arbeitsmarkt oft geforderte und anerkannte Fortbildungsart.
    • Die Motivation, berufsbegleitend zu studieren, kann durch die Forderung des Arbeitgebers zum lebenslangen Lernen auf Hochschulniveau gefördert werden oder eine Reaktion auf Anpassungen innerhalb Ihrer Branche sein; für Ihre intrinsische Studienmotivation gibt es ebenfalls zahlreiche Begründungen: Aufstiegs- und Veränderungswünsche sind weit verbreitet.
    • Als Berufstätige/-r jeden Alters und in nahezu jeder beruflichen Situation können Sie in der Vielfalt möglicher Studienmodelle das passende Studienprogramm finden, das ein berufsbegleitendes Studium ermöglicht und Ihr persönliches Zeitmanagement sowie Ihren individuellen Weiterbildungsbedarf berücksichtigt.
    • Spezialisierte Hochschulen bieten Ihnen nicht nur angemessene Studienkonzepte für ein berufsbegleitendes Studium, sondern auch verschiedene Beratungsmöglichkeiten vor der Studienentscheidung und während der Studienzeit.
    • Die meisten beliebten Fachdiszplinen stehen Ihnen mit einer grundlegenden oder vertiefenden Wissensvermittlung passend zu Ihrem Arbeitsalltag oder Ihren persönlichen Karrierezielen zur Wahl.
    • Parallel zum Erwerbsleben können Sie die wichtigen akademischen Bachelor- und Mastergrade erreichen oder Kurzstudiengänge zur fachlichen Fortbildung auf hohem akademischem Niveau absolvieren.
    • Die formalen Studienvoraussetzungen für Ihr berufsbegleitendes Studium unterscheiden sich nur durch die zumeist obligatorische Berufserfahrung und den Nachweis eines beruflichen Engagements von den Immatrikulationsvoraussetzungen für ein nicht-duales Studium direkt nach der Schulzeit.
    • Vor Beginn des Studiums sollten Sie die organisatorischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Studienablauf geschaffen haben: das Home Office, die Abstimmung mit dem Arbeitgeber und die Finanzierung der Studienkosten sind zentrale Themen.
    • Falls Sie trotz der fortgesetzten Berufstätigkeit finanzielle Engpässe befürchten, während Sie berufsbegleitend studieren, können Sie bestimmte öffentliche und private Förderungen in Anspruch nehmen.
    • Ein berufsbegleitendes Studium bedeutet fast immer eine Mehrfachbelastung, mit der verschiedene persönliche, gesundheitliche und berufliche Nachteile einhergehen.
    • Den Nachteilen, die das berufsbegleitende Studieren mit sich bringt, stehen viele Chancen für einen positiven Karriereweg gegenüber; am Ende sollten Sie ein Gleichgewicht aus positiven und negativen Faktoren erreichen.
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